Neue Windräder in Geisenheim – AG mahnt zu Sachlichkeit

Die Arbeitsgemeinschaft Energie Zukunft Rheingau (AG EZR) begrüßt grundsätzlich eine neue Debatte um Windräder im Rheingau. Magistrat und Stadtverordnete werden laut Presseaussagen erneut ein Angebot eines Investors prüfen. Dabei mahnt die AG zu mehr Sachlichkeit und weniger Emotion. „Die Frage woher unser Strom kommt, ist für kommende Generationen essenziell – und auch wir im Rheingau können davor nicht die Augen verschließen“, stellt AG-Sprecher Tilo Maier heraus. Sollten Windräder in Stephanshausen wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben sein, wäre es fatal diese Chance nicht zu nutzen. Über die ökologischen Fakten zur Windkraft als erneuerbare Energiequelle muss in diesen Zeiten niemand mehr sprechen. Hier verweist die AG auf zahlreiche Studien von Bundes- und Landesministerien.

Deswegen fordert die AG die Scheuklappen abzulegen und in einen anständigen und objektiven Diskurs zu gehen. Gerade in den vergangenen Debatten haben Interessengemeinschaften versucht, mit gezielter Desinformation die Bürger zu verunsichern. Per Fotomontage wurden die Größenordnungen verzerrt dargestellt und immer wieder von Lärmbelästigung gesprochen, ohne Quellen zu nennen oder gar Messungsergebnisse vorzuweisen. Mittlerweile gibt es Erfahrungswerte zu Windanlagen im Wald gerade in Heidenrod in unserer unmittelbaren Nachbarschaft kann jeder selbst feststellen, wie laut die Anlagen sind. „Hinzu kommt, dass neue Windräder bereits jetzt deutlich leiser sind als zu Beginn des Jahrzehnts“, unterstreich Helmut G. Fell von der AG EZR.

AG sieht Nachholbedarf bei der Energiewende

Unabhängig der Frage neuer Windräder sieht die AG das Thema Energiewende vor Ort als wesentlich an. „Nur fünf Prozent der geeigneten Flächen sind beispielsweise in Eltville mit Photovoltaik verbaut. Auch bei städtischen oder bei kreiseigenen Gebäuden ist noch lange nicht jedes geeignete Dach mit Solaranlagen bestückt“, so Maier. Die Debatte um erneuerbare Energie wird in den Rathäusern achselzuckend mit dem Verweis auf den Schutzschirm auf unbestimmte Zeit verschoben. Das ist zu wenig und zu kurz gedacht – insbesondere, wenn man sich wie Eltville als nachhaltige Stadt bezeichnet.

Arbeitsgemeinschaft Energie Zukunft Rheingau

Sprecher
Tilo Maier
Ahornstraße 2
65346 Eltville

mail: Tilo.Maier@energie-zukunft-rheingau.de
web: http://www.energie-zukunft-rheingau.de/wp/

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Veröffentlicht in Allgemein, Pressemitteilung