Zwei Hindernisse der Energiewende: Bürokratie und mangelnder Sachverstand

Mit dem Rückzug von Abo-Wind aus Stephanshausen sind die Pläne für Windkraft im Rheingau vorerst erledigt. Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energie Zukunft Rheingau (AG EZR) tragen dazu zwei Faktoren bei. So ist es aus Sicht der AG schwer nachvollziehbar, weshalb ein Genehmigungsverfahren über vier Jahre gestreckt wird. Mittlerweile sollte es beim Regierungspräsidium mehr Kompetenz und schnellere Bearbeitungsprozesse geben. Leidtragend sind in erster Linie die Kommunen, die Windkraft klar und mehrheitlich befürworten. Ihnen fehlen nun Möglichkeiten, die Energiewende vor Ort zu betreiben und es fehlen Einnahmen, welche die Kommunen sicherlich sinnvoll investiert hätten. Wie eine dezentrale Energieversorgung aussieht und wie die Klimaschutzziele im Rheingau nun erreicht werden können, wird zunehmend schwieriger zu beantworten.

Kritisch sieht die AG auch die Agitation der Bürgerinitiative Pro Kulturlandschaft Rheingau. „Wer sich darüber freut, ein wesentliches gesellschaftliches Thema wie die Energiewende im Rheingau verhindert zu haben, versündigt sich an nachkommenden Generationen“, so Helmut Fell und Tilo Maier, Sprecher der AG EZR. Was seitens der BI an Falschaussagen und Unsachlichkeit, bis hin zu verzerrenden Fotomontagen veröffentlicht wurde, schadet dem Thema.

Die Frage, woher der Strom in Zukunft kommt, ist nicht mit Verhindern oder Abschieben auf andere Regionen zu lösen. Die AG EZR wird sich auch zukünftig diesen Themen widmen und konstruktive Vorschläge erarbeiten.

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