Pressemitteilung „Energiewende gestalten“

Energiewende gestalten

Eltville, 16. Februar 2017

Erneuerbare Energien sind mehr als Windkraft. Nach diesem Leitsatz will die Arbeitsgemeinschaft Energie-Zukunft Rheingau  nun vermehrt  Alternativen zu Kohle- und Atomstrom betrachten und interessierten Menschen vorstellen. Brennstoffzellen, Solarkataster und Strombojen sind dabei  die Überschriften zu Themen, denen die AG sich zukünftig widmen will. Dies war das Ergebnis der ersten AG Sitzung im Jahr 2017. Beim Thema Windkraft richtet sich der Fokus auf Lorch. „Wir schauen genau hin, wie sich die Diskussion vor Ort entwickelt“ erklärt AG-Sprecher Tilo Maier.  Begrüßenswert sei die letzte Stellungnahme des Lorcher  Bürgermeisters Jürgen Helbig. Insgesamt sieht die AG mehr Sachlichkeit beim Thema Windkraft im Rheingau und weniger Emotion oder gar Falschinformationen, wie zu Hochzeiten der Bürgerentscheide in Oestrich-Winkel und Eltville. Kritisch sieht Arbeitsgemeinschaft die politische Stimmung im Kreistag.

„Mancher Redebeitrag ist an Unkenntnis und an Ignoranz gegenüber den Lebensgrundlagen nachfolgender Rheingauer Generationen kaum noch zu überbieten“, so Maier

Dabei bezieht sich die AG vor allem auf die Streichung der Mittel für einen kreisweiten Klimaschutzmanager, dessen Kosten sogar zu 90 Prozent durch den Bund gefördert worden wären. Nachdem bereits im letzten Jahr der jährliche Zuschuss zum Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien (kee) gestrichen worden sei, weise der nun geänderte Haushalt des Landkreises kaum noch Spuren zukunftsgewandter Energiepolitik auf.

An Ignoranz sei beispielhaft der Wortbeitrag des AfD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Gagel kaum zu übertreffen, steht für die AG-Mitglieder fest. Gagel hatte behauptet, der Klimawandel und die damit einhergehende Erderwärmung seien für den Rheingau- eigentlich nur mit Vorteilen verbunden. So müsse im Winter weniger Schnee geräumt werden und auch der Wein werde besser.

„Wir rufen die etablierten Parteien auf, sich nicht an einem Wettlauf der irrsinnigsten Theorien wie die der AfD zu beteiligen“, so die AG weiter. Bedauerlich sei, dass die AfD mit ihren Thesen allerdings schon bei vielen bürgerlichen Abgeordneten Zustimmung erfahre. „Wer aber weder Windkraft haben möchte, noch an anderen Möglichkeiten der Energieeinsparung und -erzeugung interessiert ist, verspielt leichtfertig die ökologische und klimatische Grundlage für unsere Kinder und Enkel“, ergänzt Helmut G. Fell, zweiter Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.

Tilo Maier
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Energie-Zukunft Rheingau

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