Windkraftblockade deutlich gescheitert!

Ein Beitrag von Guntram Althoff

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die BI Pro Kulturlandschaft hat am Sonntag die Bevölkerung aufgerufen, die Windkraft in Eltville zu blockieren. Nach einem intensiven Wahlkampf, bei dem die BI mehrfach gezeigt hat, was sie von Ehrlichkeit und Gesetzen hält (zahlreiche nachgewiesene Lügen : u. a. das Einbinden von Reinhard Messner, der angeblich Windkraft grundsätzlich und auch im Falle von Eltville ablehne – das Management hat der AG Energie-Zukunft-Rheingau deutlichst mitgeteilt, dass er weder für Eltville noch grundsätzlich gegen Windkraft ist; unerlaubte Wahlkampfstände auf Privateigentum, illegale Werbung u. a. auf Bahngelände, Lügengebilde auf den Bürgerforen und nicht zu vergessen, die Horrorbilder von Kloster Eberbach, die mit 8 und mehr Windrädern daher kommt, wo doch schon die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2014 beschlossen hat, dass es weniger als 8 Windräder am Erbacher Kopf bzw. an den Dreibornköpfen geht; auch geht es nicht um eine „dauerhafte Zerstörung“, sondern um die Laufzeit von 20-25 Jahren für die Windräder…), hat sich gezeigt, dass die Menschen in Eltville, diesen Bauernfängern nicht auf den Leim gegangen sind.

Lediglich 21,5 Prozent der Menschen haben gegen die Windkraft gestimmt!

78,5 Prozent der Menschen in Eltville haben für Windkraft gestimmt bzw. haben kein Problem mit der Windkraft, denn sonst wären sie ja hingegangen, um dagegen zu stimmen!

Nun muss dazu gesagt werden, dass die BI Pro Kulturlandschaft genau diesen Bürgerentscheid wollte. Im Vorfeld gab es die Entscheidung im Stadtparlament, nach der die Abstimmung für bis zu 7 Windräder statt finden sollte. Diese hätte ebenfalls nach den Regelungen des Hessischen Rechts statt gefunden – also auch mit der zweifachen Gültigkeitsregelung. Möglicher Weise wäre es schwer gefallen, die Mehrheit der Bevölkerung zu einer Zustimmung zu bekommen.

Nun hat aber die BI die städtische Befragung ausgehebelt und hat also die Frage gestellt und Eltville hat ihr die kalte Schulter gezeigt: Es gab keine Empörungswelle, kein „Ruck“, der durch die Bevölkerung gegangen ist, keine Skandalisierung der Windkraftplanungen.
Und wer so eine klare Abfuhr bekommt, der darf dann ruhig auch mal in sich gehen und ein wenig nachdenken, über das, was einem da eben nicht gegeben wurde: Die Antwort, auf die man gehofft hatte.

Es ist so einfach: Die BI hätte vielleicht einfach die Stadt fragen lassen können und dann wäre eventuell ein Ergebnis heraus gekommen, das möglicher Weise die BI zufriedener gestellt hätte.
Aber nun im Nachhinein das Scheitern zum Sieg zu erklären, passt in das o. g. Bild von Menschen, die es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nehmen!

Und es nun als großen Sieg heraus zu stellen, dass die Stadtverordnetenversammlung sich mit diesem Thema befassen wird…. Da es eh schon Planungen und Überlegungen gab, da eh eine Bürgerbefragung geplant war…

Nun, die Damen und Herren der BI könnten sich mit gleichem Recht auch dafür loben, dass jeden Morgen die Sonne aufgeht.

Abschließend bleibt einfach festzustellen, dass 78,5 Prozent der Bevölkerung in Eltville beim Thema Windkraft nicht entsetzt aufspringen und den Untergang des „christlichen Abendlandes“ befürchten, keine Angst um Kloster Eberbach bekommen (u. a. auch, weil sie wissen, dass die angedachten Windräder eh einen Mindestabstand von 2,7 Kilometern zu Kloster Eberbach haben) und auch nicht das Ende der Rheingauer Kulturlandschaft befürchten.

Mit freundlichem Gruß
Guntram Althoff

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