Fukushima strahlt weiter und in Europa entstehen neue Reaktoren

Am 11. März jährt sich der die Katastrophe von Fukushima bereits zum vierten Mal. Die zerstörten Reaktoren von Fukushima strahlen weiter und verseuchen Land, Wasser und Luft in weiter Umgebung. Durch mehrere Lecks läuft weiterhin verstrahltes Kühlwasser in die Umgebung und ins Meer. Die Betreiberfirma Tepco bekommt die Lage einfach nicht in den Griff. Und wir sprechen hier von einem der technisch höchstentwickelten Länder der Welt.

Doch während Deutschland sich mühsam einen halbherzigen Atomausstieg abgerungen hat wird in Hinkley-Point, England, ein weiteres Atomkraftwerk geplant. Bei Baukosten von geschätzten über 30 Mrd. EUR (weiter steigend) rentiert dieses sich eigentlich wirtschaftlich nicht mehr. Aber hier hilft die britische Regierung mit einem garantierten Abnahmepreis von 109 EUR/MWh Strom plus Inflationsausgleich nach. Diese Subventionierung ist derart hoch, dass hier die Zustimmung der Europäischen Kommission erfolgen musste. Im Oktober 2014 genehmigte sie dann auch den Bau – nachdem die britische Regierung u.a. massiven Einfluss auf die Regierung Österreichs ausübte, weil sie die Zustimmung zu verweigern drohte.

Gegen diese EU-Entscheidung legen nun die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) Beschwerde ein und weitere Ökostromanbieter Klagen sogar gegen die EU-Kommission; s. www.ews-schoenau.de/kampagne/kampagnen-news . Bereits über 61.000 Unterzeichner haben die Beschwerde unterstützt; s. www.ews-schoenau.de/kampagne/teilen .

Es wird Zeit, dass wir dieser gefährlichen und unwirtschaftlichen Form der Energiegewinnung in Europa endlich ein Ende bereiten.

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