Heidenroder Mehrheit für Windkraft – Rückenwind für Eltville

Die Arbeitsgemeinschaft Energie-Zukunft-Rheingau freut sich über die klare Zustimmung zur Energiewende in Heidenrod. Dort hatten am vergangenen Sonntag wie berichtet fast Zweidrittel der Abstimmenden für einen weiteren Beitrag zur Energiewende votiert.
Aus Sicht der Eltviller Windkraft-Befürworter sei damit auch die These der Rheingauer Windkraft- und Umweltschutzgegner rund um die sogenannte Bürgerinitiative Pro Kulturlandschaft widerlegt worden, wonach die Windenergie als effizienteste erneuerbare Energiequelle ihre Akzeptanz verloren hätte.
In der Flächengemeinde Heidenrod können sich nun bald insgesamt bis zu 24 Windräder drehen. In Eltville und dem gesamten Rheingau solle selbstverständlich keine derart hohe Anzahl realisiert werden. Laut der Energiezukunft-Rheingau kämen auf Eltviller Gemarkung allerhöchstens bis zu 6 Standorte in Frage. Angesichts der zahlreichen herausragenden Kulturgüter wie beispielsweise das Kloster Eberbach sei das die vertretbare Höchstzahl.
Daher könne die Heidenroder Situation zwar nicht eins zu eins auf Eltville übertragen werden. Für die Windkraftfreunde steht aber fest, dass nicht nur die Untertaunuskommunen an möglichen Einnahmen für die Stadtkasse und die Vereins- und Jugendförderung partizipieren sollen. Auch der Rheingau und Eltville könne mit den Pachteinnahmen das Angenehme mit dem Nützlichen im Sinne der nachfolgenden Generationen verbinden, anstatt andauernd die kommunalen Leistungen reduzieren oder die Steuern und Gebühren anheben zu müssen.
Da in Heidenrod bereits seit 1998 Windräder installiert seien, hätte die dortige Bevölkerung in den letzten Jahren ihren Zugang zu dieser umweltfreundlichen Technologie finden können. Dieser Prozess werde auch im Rheingau einsetzen, wenn an tatsächlichen Anlagen verdeutlicht werden könne, dass die Schreckensbilder der Windkraftgegner schlicht übertrieben und unrealistisch seien.

Ralf Bachmann
Eltville am Rhein, 04.03.2015

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